
Installationvorschriften
Frostempfindliche Lehmerde und frostempfindlicher Feinsand und Sandboden sind die idealsten Bodenarten für die Installation der tief in den Boden einzudrehenden Schraubenfundation. Die Fundation kann auch in Schotter der Körnung 0 - 40 mm eingedreht werden. Wenn der untere Flansch unter die Frostgrenze eingedreht wird, kann die ORT-Stahlfundation an und für sich als eine frostsichere Fundation für leichte Baukonstruktionen eingesetzt werden. Wenn es sich um anspruchsvollere Bauobjekte handelt, sind Bodenuntersuchungen und Sachkenntnisse eines Bausachverständigen erforderlich.
Vorbereitungen
Vor der Installation müssen die Standorte der im Boden sich befindenden Wasser-, Abwasser-, Telefon- und Elektrizitätsleitungen herausgefunden werden.
Das Einsetzen der Arbeit
Die Arbeit wird so begonnen, daß mit einer Hebestange in die Installationsstelle ein Loch geschlagen wird, das wenigstens 50 cm tief ist, um größere Steine oder einen Fels feststellen zu können.Vorausgesetzt, daß Felsenhindernisse gefunden werden, müssen erforderliche Maßnahmen zur Beseitigung der Hindernisse getroffen werden. Wenn ein Fundament für eine größere Baukonstruktion erstellt wird, oder wenn die Bodenart unbekannt ist, muß das Loch jeder Fundation geschlagen werden, bevor die Eindrehung erster Fundation begonnen wird.
Die Manuelle Eindrehung der Fundation
Die ORT-Fundation kann in den Boden manuell zum Beispiel mit Hilfe einer Hebestange eingedreht werden. Die Hebestange kann in die am Ende der Fundation sich befindenden Löcher (24 mm) eingeschoben werden. Die ORT-Drehstange erleichtert die Eindrehung in Hanglagen, in der Nähe der Bodenfläche oder der Wand sowohl in engen Ecken.
Die Maschinelle Eindrehung der Fundation
Die maschinelle Eindrehung der ORT-Stahlfundation erfolgt mit Hilfe eines Rotarybohrgerätes mit Brennkrafttrieb oder zum Beispiel mit Hilfe eines Drehmotors, der in die Hydraulik der Kranbracke oder in die Hydraulik des Baggerwindwerkes installiert worden ist. Nähere Auskünfte über den Drehmotor oder über die Auftragsnehmer, die diese Installationsarbeiten ausführen, bekommen Sie von der Firma Ortkivi Oy (AG) in Finnland. Achten Sie bitte darauf, daß das Drehmoment maximal 2000 nM beträgt.
Die Verlängerung der Fundation
Die ORT-Fundation kann mit Hilfe einer ORT-Verlängerungsmuffe verlängert werden. Die Schrauben der Verlängerungsmuffe werden in die am Ende der Fundation sich befindenden Löcher eingedreht, wobei der Schraubenkopf im gleichen Niveau wie die Rohroberfläche bleibt. Die Fundation kann auch durch Verschweissen verlängert werden.
Sonstige Bemerkungen
Angenommen, daß das Grundwasser näher als 1 Meter von dem Erdboden liegt, ist es empfehlenswert, die Fundation mit Lötbeton, Schotter oder Urethanschaum zu füllen. Dieses deshalb, daß das eingefrorene Wasser in bestimmten Verhältnissen das Rohr abbrechen kann. Es ist auch empfehlenswert, über 4 Meter lange Stahlfundationen mit Beton zu füllen.
Die ORT-Fundation kann nicht ohne Sondermaßnahmen in einen Steinbruch, in einen Schotter, dessen Korngröße über 50 mm beträgt, und auch nicht in eine Lehmmoräne eingedreht werden. Unterhalb der Erdoberfläche, ungefähr in einer Tiefe von 70 - 100 cm, tritt es häufig auch eine steinharte Mischung aus einem sehr feinen Sand und aus einem aufgeschlämmten Lehm, einen sogenannten Ortstein auf. In einen solchen Ortstein muß ein Loch gebohrt werden, dessen Größe dem Durchmesser des Rohres der Stahlfundation entspricht. Danach kann die ORT-Fundation wieder eingedreht werden. Die Eindrehung der Fundation gelingt gut in einen eingefrorenen, steinfreien Boden.
Wenn mehrere Fundationselemente eingesetzt werden, werden die Elemente in die gleiche Höhe vermessen, indem man sie rechtsdrehend anzieht, nicht linksdrehend lockert.
Unterhalb des Grundwasserstandes und im Boden des Gewässers muß die Bettungstiefe in einer harten und mittelharten Bodenart wenigstens 2 Meter und in einer weichen Bodenart 3 - 3,5 Meter betragen.